Zu unserer großen Freude treiben jetzt im zweiten Jahr fast alle unsere Grauburgunder-Jungpflanzen aus. Einige junge Stöcke haben wohl etwas länger gebraucht, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Lediglich 30 Pflanzen mussten neu gepflanzt werden. Bezogen auf die insgesamt rund 680 neuen Stöcke ist das ein gutes Ergebnis.
Allerdings kann man einen deutlichen Unterschied in den einzelnen Rebzeilen und Bereichen im Weinberg erkennen. Offensichtlich gibt es auch in unserer kleinen Pflanzung sehr unterschiedliche Boden- oder Klimabereiche.
Einfädeln
Durch das warme und immer wieder feuchte Frühsommerwetter haben sich unsere Rebstöcke prächtig entwickelt. Aus dem in der Drahtanlage fixierten Trieb sind jeweils lange Ruten mit Blattwerk und Blüten nach oben, aber auch teilweise zur Seite geschossen. Höchste Zeit, diesem wilden Treiben Struktur und Ordnung zu geben. Zu lange Ruten würden sonst die Rebgassen blockieren und die weiteren Arbeiten behindern.
Auch brauchen die Traubenansätze Luft und Licht, um sich zu entwickeln. Daher werden die Triebe in die Drahtanlage eingefädelt und fixiert. Das ist nicht ganz einfach, wenn die Triebe auf beiden Seiten wild durcheinander hängen.
Es ist interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Rebsorten ihr Blattwerk entwickeln und wie sensibel einige Sorten auf Biegen und Drehen reagieren.
Wichtig ist auch, dass die Blüten oder Fruchtansätze nicht verletzt werden und frei hängen. Diese Arbeit braucht Gefühl und Erfahrung. In Zweierteams pro Rebzeile hat die Weinbergsmannschaft in den letzten Wochen diese Arbeit erledigt. Lediglich der Trollinger ist im Wachstum etwas langsamer und wird in den nächsten Wochen gebändigt.



