Lesevorbereitung & Hagelschäden unter der Lupe

Der Elektrozaun ist inzwischen aufgebaut, und bisher haben wir auch noch keine Spuren von ungebetenen Gästen gefunden. Nachdem das Weinbergsteam besonders die Zaunsegmente direkt am Waldrand optimiert hat, hoffen wir, dass die Waschbären sich alternative Futterquellen suchen. 

Ansonsten sind alle Vorbereitungen für die Lese getroffen. Die Reife wird konsequent überwacht, und aus Qualitätsgründen werden einzelne Trauben herausgeschnitten. Beim Lemberger wird dabei der untere Teil der Traube abgeschnitten, damit die restlichen Beeren, aufgrund der kompakten Wuchsform, nicht gequetscht werden. Jetzt heißt es hoffen auf einen „goldenen Herbst“ und trockene Lesetage.

Vor einigen Wochen hatte ein kurzer Hagelschauer einige unserer damals noch harten Beeren angeschlagen. Glücklicherweise waren nicht alle Bereiche des Weinbergs betroffen. Nach der Meldung unseres Hagelschadens an die Versicherung hatten wir inzwischen Besuch eines Inspektors. Dieser Sachverständige, selbst ein Winzer, hat unsere Schäden verifiziert und weitgehend bestätigt. Er hat uns aber auch darauf hingewiesen, dass Hagelschäden je nach Rebsorte unterschiedliche Folgen haben. Aufgrund der lockeren Beeren ist eine Beschädigung beim Dornfelder zum Beispiel weniger problematisch. Beim kompakten Riesling dagegen sind selbst kleine Verletzungen kritisch, da angeschlagene Beeren faulen und dann die ganze Traube infizieren können.

Vor der Lese werden wir daher nochmals einen Besuch bekommen, bei dem der tatsächliche Verlust dokumentiert wird.